Der 3D-Stern

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Konan1Die Kunst des Origami, des Basteln von Tieren, Blüten und anderen Dingen aus einem schlichten Blatt Papier, ohne große Hilfe von Klebstoff und Schere ist eine hübsche Tradition aus Japan, der viele Animefans erlegen sind. Ich selbst bin darauf gekommen, als ich zum ersten Mal Konan aus "Naruto" gesehen habe, die stets eine Origamirose im Haar trug.

Ich habe über die Zeit hinweg einige Figuren gelernt, allesamt aus Anleitungen aus dem Internet oder aus Büchern, so schwer ist es nicht! Einige Figuren will ich hier mit Anleitungen, Beschreibung und Bildern bereitstellen. Ich werde es ganz einfach und detailiert beschreiben, da ich mich selbst eher zu den Anfängern zähle und lediglich ein paar Amateurtipps geben kann, aber für ein Hobby reicht es allemal.

Ich werde hieran immer weiter arbeiten und mich auch um bessere Fotos bemühen, bitte habt etwas Geduld!

Die Vorlagen habe ich meist mit zweifarbigen Papier gefaltet, zur besseren Orientierung. Das Papier ist immer, wenn nicht anders angegeben, quadratisch!

Zudem hab ich die Figuren in Schwierigkeitsgrade eingeteilt.

= einfache Faltungen, kein großes Fingerspitzengefühl nötig (Kinderkram)

= Abstände müssen genau eingehalten werden, Sorgfältigkeit erforderlich (einfach)

= Fingerspitzengefühl gefragt, etwas Übung nötig, die ein oder andere Faltung mit "Verzweiflungsgefahr" (normal)

= mehrere Lagen übereinander erfordern Druck und gleichzeitige Genauigkeit, ohne Erfahrung sieht das Ergebnis recht verkrüppelt aus. (für Fortgeschrittene)

= komplizierte Faltungen enthalten, sehr kleine Spitzen müssen bearbeitet werden, unter Umständen Schere und Klebstoff nötig (schwer)

 


 

Der 3D-Stern56

Diese Figur ist sehr zeitaufwendig und verschlingt haufenweise Papier. Es ist ratsam, für den ersten Versuch altes Zeitungspapier oder Schmierzettel zu verwenden. Insgesamt werden an die 30 Quadrate gebraucht, jedoch weder Schere noch Klebstoff! Die einzelnen Teile werden hier ineinander gesteckt. Für die folgende Anleitung verwende ich die normale Quadratgröße, die man erhält, wenn man ein A4-Blatt zurechtschnippelt Das Ding war am Ende größer als mein Kopf.


 

01Angefangen wird aber erst mal wie gehabt, wir nehmen ein Quadrat und falten es in der Mitte... und wieder aufklappen.

In diesem Beispiel habe ich das Ganze für euch schon einmal vorgefaltet, deswegen sind noch zusätzliche Linien zu sehen. nicht beachten^^

 

 

 

 

 

02

Ich arbeite hier mit zweifarbigem Papier. Wenn ihr das ebenfalls machen wollt, dann sei gleich an Amfang gesagt, dass ihr immer auf derselben Seite bleiben müsst. In diesem Schritt wird die rechte obere und die linke untere Ecke zur Mitte gefaltet, sodass die Kanten an der Mittellinie anliegen. Dieser Schritt wird später noch ganz oft wiederholt bei den anderen Quadraten, es ist wichtig, dass ihr immer dieselben Ecken nehmt! Also nciht aufeinmal links oben und rechts unten!


03

Das Blatt einmal umdrehen. Achtet darauf, dass die durchgezogene, in Schritt 1 gefaltete Mittellilinie immer senkrecht vor euch liegt.

 

 

 

 

 

 

 

04

Im oberen, rechten Teil der Figur nehmt ihr jetzt die erste Ecke mit dem stumpfen Winkel...

 

 

 

 

 

 

 

 

05

...und faltet sie so zur Mittellinie, dass die untere Kante darauf aufliegt. Alles muss sehr genau gefaltet werden, damit später auch die Figuren zusammenpassen!

Dasselbe wird auf der linken Seite wiederholt.

 

 

 

 

 

 

06

Zur besseren Orientierung die Figur um 90° drehen.

Das sieht dann ungefähr so aus.

 

 

 

 

 

 

 

07

Umdrehen.

Die beiden hier gelben Dreiecke geben eine gute Orientierung für den nächsten Schritt ab. Wie auf dem Foto zu sehen ist, lassen sich von ihren Ecken aus Diagonalen über die Figur ziehen. Im Inneren ist eine Raute zu erkennen.

 

 

 

 

 

08

Der rechte Teil wird nun an dieser gedachten Diagonalen umgefaltet.

 

 

 

 

 

 

 

 

09

Auf der anderen Seite ebenso. Jetzt stehen oben und unten noch diese Faltlaschen ab. Es ist wichtig, dass so genau gefaltet wird, dass sich die Laschen bis zu den Spitzen ziehen!

 

 

 

 

 

 

 

10

Die Figur umdrehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Die überstehenden Faltlaschen umklappen. Jetzt ist die Raute deutlich zu sehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Die beiden spitzen Winkel werden jetzt aufeinander gefaltet.

Die erste Ecke ist fertig.

Spaßig?

Okay, dann dürft ihr das ganze jetzt noch mit 29 weiteren Quadraten machen, so viele Ekcne brauchen wir nämlich^^

 

 


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Wir machen erst einmal mit drei Ecken weiter. Also alle Schritte bis hierher noch mit zwei anderen Blättern wiederholen, dann können wir mit dem Ineinanderstecken anfangen.

 

 

 

 

 

 

 

14

Wir nehmen uns eine der Ecken und falten die Lasche auf. Das Dreieck da im Foto ist ja praktisch einmal um die Figur gewickelt. Das jetzt also öffnen (nur die eine Hälfte!)

 

 

 

 

 

 

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Dasselbe machen wir mit der anderen Ecke. haltet beide Ecken, je einer in einer Hand, so aufgeklappt vor euch. Jetzt schieben wir die überstehende Faltlasche der einen Ecke in die Faltung der anderen Ecke.

 

 

 

 

 

 

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Schiebt die beiden Ecken schön ineinander und drückt die (hier grüne) Ecke nach unten, sodass die dreieckigen Seiten der beiden Ecken genau aufeinander liegen. Mit der Faltlasche sind sie ineinander verhakt.

 

 

 

 

 

 

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Wenn die beiden Ecken ineinander liegen, nehmen wir uns die Faltlasche der anderen (hier gelben) Ecke vor.

 

 

 

 

 

 

 

 

20Wir nehmen uns die dritte Ecke (hier dunkelgrün) und öffnen auch bei ihr die Faltlasche. Wie schon zuvor wird nun die gelbe Faltlasche in die Faltung der dunkelgrünen geschoben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  21Die ganzen ineinander gesteckten Dreiecke werden jetzt an ihren Kanten so gefaltet, dass eine dreidimensionale Dreickspyramide entsteht.  Im Grunde nehmen sie automatisch diese Stellung ein, wenn ihr ordentlich gefaltet habt und das Papier starr bleibt. Wer schwitzige Hände hat, macht das Papier natürlich lappig und sollte sich die Hände lieber mehrmals abtrocknen, sonst gibt es bei diesem Schritt Probleme.

 

 

  23Noch hält das Ganze nicht zusammen. Hier liegt die dunkelgrüne Lasche locker auf..

 

 

 

 

 

 

 

 

24

Fasst mit zwei Fingern an die dunkelgrüne Kante und schiebt sie etwas nach oben. Dann wird die Faltung der türkisen Ecke sichtbar. Dort ist wieder unsere Spalte...


 

 

 

 

 

 

25

...in die wir die Faltlasche hineinschieben müssen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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So soll es dann aussehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

27

Jetzt klappen wir eine der drei zur Seite weg stehenden Dreiecke auf und nehmen eine vierte Ecke zur Hand, ebenfalls aufgeklappt.

 

 

 

 

 

 

 

28

Das Prinzip ist von jetzt an immer gleich, nur dass eben statt drei einzelnen Blättern immer zwei Dreiecke an ein abstehendes vom Stern angefügt werden. Die dunkelgrüne Faltlasche wird in die Faltung der hellgrünen Ecke geschoben.

 

 

 

 

 

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Wir nehmen uns eine dritte (gelbe) Ecke und schieben die grüne Faltlasche in die gelbe Faltung.

 

 

 

 

 

 

 

 

  30 

Die Ecken wieder dreidimensional zusammenfügen, sodass sie genau ineinander übergehen.

 

 

 

 

 

 

31

Die gelbe Faltlasche wieder etwas nach oben schieben, das erleichtert das Einschieben in die hellgrüne Faltung.

 

 

 

 

 

 

 

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Ungefähr so.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

33

  Jetzt haben wir schon zwei Ecken. Die nächste wird wieder an eines der abstehenden Dreiecke angefügt. Im Grunde ist es egal welche, ich nehme die oben rechts.

 

 

 

 

 

   34

Man sieht schon, die Ecken liegen nicht auf einer Geraden, sondern einer Krümmung. So machen wir weiter, damit sich ein Kreis ergibt, ich falte nun die nächste Ecke also an das graue Dreieck.

 

 

 

 

 

 

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Achtung! Der fertige Stern baut sich aus Fünfecken auf. Wir haben hier jetzt vier Ecken. Für die fünfte wird nur noch ein neues Quadrat gebraucht. Die beiden fehlenden bilden das türkise und die hellgrüne Dreieck.

 

 

 

 

 

 

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Wir stecken also zuerst die türkise Faltlasche in die hellgrüne Faltung.

 

 

 

 

 

 

 

  37

  Langsam kennen wir das Spielchen ja.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

38

Fünf Ecken, damit ist der Kreis geschlossen. Wir drehen das komplette Gebilde einmal um.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

39

Langsam lässt sich der Stern erkennen. An den Spitzen stehen die losen Dreiecke ab. Es geht weiter wie gewohnt. Wir nehmen uns eine der Spitzen und falten mit zwei weiteren Quadraten eine neue Ecke daran.

 

 

 

 

 

 

41

Ich nehme die gelbe Spitze.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

42

Es ist ratsam, wirklich an jede Spitze erst einmal eine neue Ecke zu falten. Wer es der Stabilität halber lieber durcheinander macht, der muss unbedingt darauf achten, dass immer nur vier Ecken zusammen liegen und für die fünfte nur ein weiteres Quadrat benutzt wird, damit der Kreis geschlossen wird!

 

 

 

 

43Wenn dann an allen Spitzen eine neue Ecke hängt, sieht es ganz schön konfus aus...

 

 

 

 

 

 

 

 

44

Jetzt kippen wir die Figur ein bisschen auf die Seite. Hier erkennen wir, dass vier Ecken zusammen liegen.

 

 

 

 

 

 

 

45

Also wieder die beiden losen Enden zusammenstecken...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

46

...und mit einem neuen Quadrat verbinden.

 

 

 

 

 

 

 

 

47

 

Sucht euch die nächsten vier Ecken...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

48

...und dasselbe nochmal.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

49

Insgesamt müsst ihr das fünfmal machen. Dann habt ihr wieder die Stern-Form mit einem losen Dreieck an jeder Spitze.

 

 

 

 

 

 

 

50

Es geht wieder von vorne los: An ein loses Dreieck wird eine neue Ecke gefaltet.

Vorsicht! Wenn ihr jetzt im Kreis weiterfaltet, habt ihr nur noch die Vierer-Formation, also nur noch ein Quadrat pro Ecke benutzen.

Das Ganze müsst ihr viermal machen.

 

 

 

 

 

52

Am Ende bleiben nur noch drei lose Dreicke übrig, für eine fünfte Zacke ist kein Platz. Ihr dürftet auch keine Quadrate mehr übrig haben.

 

 

 

 

 

 

 

53

Diese drei Dreiecke müssen jetzt zusammengesteckt werden. Also dunkelgründe Faltlasche in hellgrüne Faltung schieben...

 

 

 

 

 

 

 

54

...hellgründe Faltlasche in türkise Faltung schieben...

 

 

 

 

 

 

 

 

55

...und türkise Faltlasche in dunkelgründe Faltung schieben. Ist ein bisschen Fummelarbeit, nur nicht verzweifeln!

 

 

 

 

 

 

 

 

57

Jetzt sind wir auch schon fertig. Dieser Stern ist richtig stabil. Ihr könnt ihn gegen die Wand werfen und er geht nicht kaputt. Ihr könnt auch fünf Zacken nehmen und sie zusammendrücken...

 

 

 

 

 

 

59

...und ein verkrüppeltes UFO darauf machen.

 

 

 

 

 

 

 

 

60

 

Wenn ihr eure Ecken zur Vorbereitung richtig gefaltet und alles schön ineinander gesteckt habt, gibt es praktisch keine Lücken zwischen die Zacken.

 

 

 

 

 

 

61

Das sieht natürlich professioneller aus als so ein riesen Loch. Wenn man das allerdings gerade haben will, um z.B. zu Weihnachten eine Glühbirne reinzuhängen oder auch nur einen Knopf an einem Faden zum Aufhängen, dann lassen sich die Zacken auch leicht auseinander ziehen.

 

 

 

 

66

 

Das ist jetzt unser Stern, zum Größenvergleich: Meine Hand verschwindet irgendwo da unten unter den Zacken. A4 zurechtgeschnippelt. So viel Origamipapier von einer Farbe hatte ich gar nicht, also hier einmal in bunt.

 

 

 

 

 

65

Das sind Quadrate 7x7cm aus einfarbigem, blauen Papier. Schon etwas handlicher.

 

 

 

 

 

 

 

 

64

Wenn ihr das A4 zurechtgeschnippelte Quadrat nochmal durch vier teilt (oder einen Notizblock benutzt) erhaltet ihr dieses Format. Ein süßes kleines Ding und genauso stabil, aber je kleiner die Quadrate, deso mehr Fummelarbeit hat man.

Hier habe ich die Quadrate vorher schon mit japanischen Schriftzeichen gefüllt. Dreißig Quadrate hört sich viel an, aber wenn man weiß, welche Teile am Ende sichtbar sind, braucht man nur ein paar Quadratzentimeter füllen.

Viel Spaß mit eurem Stern!

 

Veröffentlicht in Origami-Anleitungen (by Astala)

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