Rezension: Patrick Rothfuss - Der Name des Windes

Veröffentlicht auf von Astala


Was auf den ersten Seiten dieses Buches fesselnd ist, ist weniger die Spannung selbst, sondern der wunderbare Schreibstil, der sich durch das Werk von Patrick Rothfuss zieht. Die Geschichte spielt in einer mittelalterlichen Welt voller Abenteuer und magischer Legenden. Ein scheinbar harmloser Gastwirt wird von einem Chronisten als einer der berühmtesten Zauberer und Abenteurer der Welt erkannt. Nach einigem Murren erklärt er sich bereit, ihn seine Lebensgeschichte niederschreiben zu lassen. „Der Name des Windes“ ist der Auftakt einer Trilogie, denn drei Tage behauptet Kvothe für seine Geschichte zu brauchen.
Zunächst wird dem Leser die Welt des Buches näher gebracht, denn als Kind reiste Kvothe mit einer Theatergruppe umher. Dort lernt er vorzüglich Laute spielen und erhält die ersten magischen Lektionen, bevor auf tragische Weise seien gesamte Familie verliert.  Umso beeindruckender ist sein Aufstieg aus einem drei Jahre währenden Leben auf der Straße, als er es an die Universität schafft, um Magie zu studieren. Die ständige Sorge um das Geld für künftige Gebühren führen einem immer wieder vor Augen, wie hart das Leben auch in unserem Mittelalter gewesen sein muss und es heute vielleicht immer noch in einigen Ländern unserer Welt ist. Doch Kvothe ist auch schlagfertig und so fehlt es hier nicht an Humor. Zu einem Helden gehört natürlich auch eine Frau: Immer wieder trifft er als Student auf die schöne Denna, ohne sich so recht an sie heran zu trauen. Die Gute muss nämlich auch für ihr Geld sorgen und umgibt sich mit vielen männlichen Sponsoren. Schon in dieser Zeit entstanden die ersten Gerüchte über den Wunderknaben und dieser Einblick auf den Werdegang eines Helden lässt einen nach der Fortsetzung lechzen. Die Zeit der Drachen und Elfen der Fantasywelten ist erschöpft. Ein ganz gewöhnlicher Mensch, der zu einem der größten Helden seiner Zeit heranwächst, bietet besonders Jugendlichen erfrischende Lektüre.

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